Meldung aus dem Bereich "Veranstaltungen"
Erster Kampftag Niedersachsenliga
16.02.2011 18:52 von Rainer Glawe
Dabei sah es am Anfang ganz anders aus: Die Mannschaft sollte aufgelöst werden, weil der Nachwuchs erst in den unteren Ligen Erfahrung sammeln sollte und nicht genug erfahrene Kämpfer zur Verfügung standen. Dann wurden doch noch drei Fremdstarter versprochen und die Niedersachsenliga 2011 angemeldet. Später wurden zwei dieser Starter nachträglich gestrichen und somit war klar, dass eine Gewichtsklasse in der ganzen Saison nicht besetzt werden kann, da Nachnominierungen im laufenden Ligabetrieb nicht möglich sind. Pünktlich zum ersten Kampftag sagten dann noch der einzige 60kg Mann und ein als sicherer Punkt gehandelter Kämpfer ab und die Tage vorher bereiteten den Coaches viel Kopfschmerzen.
Schließlich gingen dann Rene Bartel, Arndt Haberfelner (-73kg), Xaver Glawe, Rainer Lüken und Albrecht Schneider(-81kg), Dimitri Wilhelm, Nils Riß, Marcel Dege (bis 90kg), Joachim von Paweltz (-100kg) und Alexander und Maxi Kroll(+100) über die Waage und besetzten 5 der 7 möglichen Gewichtsklassen. Es standen also bei Kampfbeginn gegen den Aufsteiger MTV Vorsfelde gleich 2 Zähler gegen die Mannschaft auf der Tafel. Dessen ungeachtet konnte Rene Bartel frisch nach 2 Wochen Biwak beim Bund seinen Gegner mit einem te-guruma Ausheber nach einem Angriffsversuch mit Punkt auf die Matte klatschen. Auch Xaver Glawe fegte seinen Gegner mit sasae-tsuri-komi-ashi (Fußtechnik) von der Matte: Punkt und somit 2:2. In die Gewichtsklasse bis 90kg hochgestuft konnte Albrecht Schneider seinen Gegner fast über die ganze Kampfzeit kontrollieren, mußte dann aber kurz vor Schluß doch eine Wertung gegen sich einstecken. Nils Riß ging scharf zur Sache und machte mit seinem tai-otoshi alles klar: wieder Ausgleich3:3. Dann stand mit Maximilian Kroll im Schwergewicht ein Deutscher Jugendmeister auf der Matte, der souverän seinen erfahrenen Gegner kontrollierte und ungefährdet den Siegpunkt einfuhr! 4:3 nach Punkten wurde also der MTV Vorsfelde besiegt.
In den nächsten beiden folgenden Begegnungen konnte man sich die noch ausstehenden Gegner anschauen und versuchen, die Kämpfer entsprechend ihren Gegnern einzusetzten. Gegen seinen alten Verein Braunschweiger Judoclub wollte Coach Rainer Lüken natürlich besonders gut aussehen und ließ Rene, Xaver und Maxi nochmal antreten. Alle drei konnten auch wieder ihre Kämpfe gewinnen, und da auch der BJC keinen 60kg-Kämpfer hatte stand es schon 3:1. Routinier Dimitrij Wilhelm ließ bis 90kg nichts anbrennen, und da fiel dann auch die knappe Niederlage von Joachim Paweltz gegen Frideriko Scocimaro im 100kg Limit nicht ins Gewicht: 4:2 hieß das Endergebnis gegen den BJC !
Nun wollte man alles! Im Judoclub Uelzen waren erfahrungsgemäß immer viele ehemalige starke russische Kämpfer vertreten, unter anderem auch ein 170kg-Koloß im Schwergewicht. Hier sollte auf jeden Fall Maxi Kroll, der am folgenden Tag als Landesmeister auch auf den Norddeutschen Meisterschaften in Bremen startet geschont werden und sein Bruder Alexander ging an den Start, er hatte aus der letzten Saison sowieso noch eine Rechnung mit dem russischen Riesen offen. Gegen den in seinen Begegnungen bislang ungeschlagenen Uelzener 73`er trat Arndt Haberfelner an , lieferte einen fulminanten Kampf und erkämpfte ein Unentschieden. Albrecht Schneider holte den Punkt bis 81kg, bis 90kg hatte Xaver Glawe seinen Kontrahenten bislang immer besiegt, und auch diesmal sah es gut aus: Griffüberlegenheit und dann eine Cross-gripp-Situation zum Ausheber nutzend:Punkt! Leider wurde die Wertung gegen ihn verwendet: Der Crossgripp wurde nicht gesehen und somit der Ausheber illegal: Bestrafung mit Hansokumake und Punkt für den Gegner. Nils Riß „rächte“ den Punktverluste und knallte seinen wild um sich kratzenden Gegner mit Punkt auf die Matte. Und dann im Showdown der Giganten konnte Alexander Kroll den Giganten beherzt zu Fall bringen: Ippon und die Halle erbebte! „Ich mußte mich solange quälen, und du ballerst den Riesen so schnell hin“ beschwerte sich Maxi amüsiert bei seinem Bruder.
Jetzt kann das Trainerteam Rainer & Rainer dem Heimkampftag am 19.März im Hildesheimer Dojo gelassen entgegen sehen, die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in der Niedersachenliga ganz vorne mitspielen kann!



