Eintracht Hildesheim belegt 5. Platz beim Deutschen Jugendpokal

(MF) Mit einem sehr guten fünften Platz sind die Judoka von Eintracht Hildesheim vom Deutschen Jugendpokal aus Frankfurt am Main zurückgekehrt. Für die Altersklasse U16 stellt die hochkarätig besetzte Veranstaltung die inoffizielle Deutsche Meisterschaft dar. Das Team verpasste im kleinen Finale nur knapp, gegen den Dritten des Vorjahres UJKC Potsdam, Edelmetall.

 

Die eingeschworene Mannschaft – vier der fünf gestarteten Judoka – Nicolas, Sebastian, Aaron und Paul - sammeln seit sechs Jahren gemeinsam auf Landesebene Medaille um Medaille. Sie wurden lediglich durch  Philipp Dolezal verstärkt,  der als jüngster Jahrgang in dieser Altersklasse starten durfte. Das Team hatte dabei der einen oder anderen Widrigkeit zu trotzen. Für Aaron Dieckhoff war es der erste Wettkampf nach überstandener Krankheit. Paul Steinbrink handelte sich in der letztlich souverän gewonnenen ersten Vorrundenbegegnung gegen den MTV Ingolstadt nach einem technischen Fehler eine Disqualifikation ein. Diese zog nach Aussage des Kampfgerichts eine Sperre für den Turniertag nach sich, sodass die Hildesheimer Nachwuchskämpfer von nun an in jedem Mannschaftskampf eine Begegnung kampflos abgeben mussten. Dem Teamgeist tat dies jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: „Jetzt müssen wir für Paul beißen, damit er morgen in der Finalrunde wieder mitkämpfen kann“, feuerte Sebastian Kunze seine Teamkollegen an. Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht und die Hildesheimer Eintracht zog nach zwei weiteren Kämpfen als Vorrundensieger in die Hauptrunde ein.  Nicolas Kunze konnte dabei mit einem sehr schönen Ippon beim Kampf gegen den 1. Schweriner Judoclub das Publikum begeistern.

Dort wuchs die Hildesheimer Eintracht mit starken Kämpfen und ausgeprägtem Siegeswillen über sich hinaus und sicherte sich mit umjubelten 3:2-Siegen gegen die JG Sachsenwald und Kim-Chi Wiesbaden den Sprung in den Finaltag. Die Viertelfinalniederlage gegen den späteren Turniersieger den TH Eilbeck schmälerte die Stimmung nicht. Stattdessen freute man sich, dass die Mannschaft mit Paul  nun wieder komplett war und am Folgetag in voller Teamstärke ein Angriff auf die Podestplätze unternommen werden konnte. Der Finaltag startete allerdings mit einer großen Ernüchterung: Der Sprecher des Deutschen Judo Bundes ließ während des Aufwärmens verlauten, dass die Sperre, trotz gegenteiliger Aussage vom Tag zuvor, für den gesamten weiteren Wettbewerb aufrecht blieb. Dies sorgte nicht nur bei der mitgereisten niedersächsischen Delegation für reichlich Diskussionsstoff und Fassungslosigkeit.

Trotz des Handicaps knüpfte das Team um Coach Joachim von Pawelsz an seine Leistungen vom Vortag an. Philipp Dolezal, Nicolas und Sebastian Kunze machten gegen JV Ippon Rodewisch den Einzug in das kleine Finale perfekt.  Im Medaillenkampf um Bronze musste sich die Mannschaft aber leider der Internats-Mannschaft vom UJKC Potsdam sehr knapp mit 3:2 geschlagen geben,  Sebastian Kunze verlor seinen Kampf unglücklich nur mit einem Strafpunkt (Shido) mehr.  Am Ende blieb der undankbare fünfte Platz.

„Die Jungs haben super gefightet und sich unter den gegebenen Umständen mehr als gut präsentiert. Bronze wäre drin gewesen. Die Mannschaft hat eine super Einstellung gezeigt“, lobte von Pawelsz die gezeigte kämpferische Leistung und den Zusammenhalt des Teams, „die Unterstützung der Eltern hat ebenso dazu beigetragen, die beste Platzierung aller niedersächsischen Teams zu erreichen.“

 

 

Für die Mannschaft kämpften: Philipp Dolezal (-46kg), Nicolas Kunze (-52kg), Sebastian Kunze (-58kg), Aaron Dieckhoff (-66kg) und Paul Steinbrink (-/über 66kg).

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